Schneekristalle
- wie sie entstehen
Aus feuchter Luft entsteht bei tiefer Temperatur direkt Eis.
Dieser Vorgang nennt sich Deposition, der Wasserdampf deponiert
zu Eis. Eiskristalle wachsen als Prismen,
Sterne, Stäbchen, Plättchen oder Säulen immer aus einer sechseckigen
Grundform heraus. Diese Form entsteht aus der Anordnung der
Moleküle, wenn sie einen festen Zustand erreichen und Eis
bilden. Die Eiskristalle verändern sich ständig, von ihrer
Bildung in der Atmosphäre bis zum Schmelzen. Während dem Fallen
wachsen sie auf Kosten des sie umgebenden Wasserdampfes. Während
diesem Vorgang entsteht Kristallisationswärme, die wieder
abgegeben werden muss, damit der Eiskristall weiter wachsen
kann. Bei kalter Witterung bleibt während dem Fallen genug
Zeit. Der Eiskristall wächst rundum regelmässig mit hexagonaler
Symmetrie. Die Wärme kann am besten an den Ecken des Hexagons
abgeführt werden, deshalb wächst dort der Eiskristall am schnellsten.
An
den Ecken bilden sich speerförmige Spitzen, die sich in die
Länge ziehen. Je höher die Luftfeuchtigkeit, je näher die
Temperatur bei null Grad, um so feiner, zarter und verästelter
die einzelnen Schneesterne. Jeder Eiskristall legt seine eigene
Reise durch verschiedene Luftschichten von unterschiedlicher
Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Aufwinde können seine Reise
verlängern. So entstehen unendlich viele Variationen, da jeder
Schneestern anderen Bedingungen und Prozessen unterworfen
ist.
<<
zurück | weiter
>>
|