Lawinen
- Ihre Klassifikation
Lawinen werden nach verschiedenen äusseren
Merkmalen eingeteilt, wie Form des Anrisses, Lage der Gleitfläche,
Form der Bewegung und andere. Ein typischer Lawinenhang hat
eine Neigung von 30° bis 50° und gilt als Ausgangspunkt, als
Anrissgebiet einer Lawine. An steileren Hängen können sich
kaum Schneeablagerungen bilden, weil der Schnee schon vorher
abgleitet, den flacheren Hängen fehlt die nötige Neigung zur
Lawinenentwicklung. Die Verlaufsbahn einer Lawine nennt man
Lawinenzug.
Sie besteht aus drei Abschnitten, wie auf dem Bild zu sehen
ist: A: das Anrissgebiet, B: die Sturzbahn und C: das Auslaufgebiet.
Es kann sich die gesamte Schneedecke bewegen oder auch nur
eine obere Schneeschicht. Bei einer Schneedicke von über 2
Metern kann eine Lawine ein Volumen von mehreren Hunderttausend
Kubikmetern aufweisen. Je nach Typ erreicht eine Lawine eine
Geschwindigkeit von 10 bis über 300 Stundenkilometern und
einen Druck von 1000 Tonnen pro Quadratmeter. Geschwindigkeit
und Druck zerstören alles, was sich ihnen in den Weg stellt.
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