Im Winter 1950/51 ereignete
sich die grösste zivile Lawinenkatastrophe im Alpenraum: 1421
registrierte Schadenlawinen forderten in der Schweiz 97 und
in Österreich 135 Todesopfer. Dank massiver Aufforstung und
Lawinenverbauungen
ist seither die Zahl an Lawinenopfern stark zurückgegangen.
Doch all diese Verbauungen wären einem Jahrhundertschneefall
nicht gewachsen. Eine riesige Lawinenkatastrophe bei der heutzutage
dichteren Besiedlung ist jederzeit möglich.
Besonders medienwirksam sind Lawinenunglücke in Verbindung
mit Prominenten Personen. „Mit glück am Tod vorbei“ titelte
1994 die „Schweizer Woche“ als Bundesrat Ogi die markierte
Piste verliess. 1988 berichteten die meisten Medien von Prinz
Charles, als er mit einer kleinen Gruppe im Parsenngebiet
in Davos ein Schneebrett auslöste, durch welches ein Begleiter
starb und eine andere Person schwer verletzt wurde.
Das öffentliche Interesse und die Medienpräsens zeigen die
Urangst der Bevölkerung im Alpengebiet von einer Schneemasse
begraben zu werden und ersticken zu müssen. Deshalb wird die
Schnee- und Lawinenforschung von einer breiten Öffentlichkeit
anerkannt und unterstützt.
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