Geschichte
Erste Geschichten über Lawinen gibt es schon aus der Zeit
der Besiedlung des Alpenraums. Damals galten Eis- und Schneelawinen
zu den bedrohlichsten Formen von Naturkatastrophen aufgrund
ihrer Unberechenbarkeit. Solange
man nichts genaues über die Entstehung von Lawinen wusste,
glaubte man, sie würden von bösen Geistern, Hexen oder gar
als Strafe Gottes ausgelöst werden.
Im Spätmittelalter wurde die Schutzwirkung des Waldes bekannt
und man belegte die wichtigsten Wälder mit Bann. Aus alten
Chroniken geht hervor, dass sich die Leute verschiedenste
Gedanken über den Auslösemechanismus dieser zerstörerischen
Naturgewalt machten. Man beobachtete, dass kleinste Erschütterungen
oder Geräusche, verursacht durch Peitschenhiebe, Rufe oder
Glöckchen, genügten, um gesamte Schneemassen in Bewegung
zu setzen, auch die künstliche Auslösung von Lawinen mit
Schneebällen war bekannt. Man konnte sich verstellen, dass
ein einfaches Klatschen ausreichen würde, um eine Lawine
auszulösen, die gross genug war, um eine ganze Ortschaft
unter sich zu begraben. Selbstverständlich war auch bekannt,
dass grosse Erwärmungen die Schneemassen zum Absturz bringen
konnten.
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